In den meisten Geschäftsanwendungen erfolgt der Druck in der Regel über mit 4D Write Pro erstellte Dokumente. Dies ist nach wie vor die empfohlene Lösung für die Erstellung strukturierter Dokumente wie Rechnungen, Berichte, Verträge oder formatierte Exporte.
Es gibt jedoch auch viele Situationen, in denen Benutzer einfach das drucken möchten, was sie gerade auf dem Bildschirm sehen: ein Detailformular, ein Dashboard, ein Konfigurationsfenster oder eine Dateneingabeschnittstelle.
Mit 4D 21 R3 führen wir eine wesentliche Verbesserung speziell für diese Art des Bildschirmdrucks ein. Es war schon immer eine Herausforderung, saubere, lesbare und konsistente Druckergebnisse aus modernen Benutzeroberflächen zu erhalten. Jetzt profitieren Ihre Formulare automatisch von einer papieroptimierten Darstellung, die dem ursprünglichen Designkonzept treu bleibt und sowohl unter macOS als auch unter Windows ähnliche Ergebnisse liefert.
Wenn Sie Schnittstellen mit Stilen wie Liquid Glass oder Fluent UI gestalten, nutzen Sie reichhaltige visuelle Effekte wie Transparenz, Tiefe und Schatten. Diese Elemente sehen auf dem Bildschirm großartig aus, werden jedoch beim Drucken ungeeignet oder sogar unlesbar.
Ein neuer Ansatz: eine spezielle Druckdarstellung
Um diese Herausforderung zu bewältigen, haben wir eine neue Funktion eingeführt: eine spezielle Druckdarstellung. Anstatt die Bildschirmdarstellung unverändert zu drucken, verwendet das System eine speziell für den Druck entwickelte Darstellung.
In der Praxis verfügt jedes Widget über zwei Darstellungsmodi:
- Eine Bildschirmdarstellung, die den nativen visuellen Stil des Systems verwendet
- Eine Druckdarstellung, die speziell für die Papierausgabe entwickelt wurde
Diese beiden Darstellungen basieren auf derselben Struktur, sind jedoch für ihren jeweiligen Kontext optimiert.
Die Druckdarstellung folgt zwei Hauptprinzipien:
- Eine flache Darstellung (keine Tiefeneffekte)
- Eine für Papier optimierte monochrome Darstellung unter Beibehaltung explizit definierter Farben (beispielsweise werden Text oder Rahmen, die auf Rot gesetzt sind, in Rot gedruckt).
Beispiel:
In einem Formular, das Projektdetails anzeigt, ermöglicht eine Schaltfläche den Druck des Detailbereichs des Formulars:
Bildschirmdarstellung

Druckdarstellung

Vorteile
Dieser Ansatz bietet unmittelbare Vorteile:
- Deutlich verbesserte Druckausgabe: Die Oberflächen werden für den Druck angepasst, ohne unnötige oder beeinträchtigte visuelle Effekte.
- Perfekte Konsistenz zwischen macOS und Windows: Die Druckausgabe ist unabhängig vom Betriebssystem ähnlich.
- Bessere Lesbarkeit: Durch die Umstellung auf monochromes und flaches Rendering werden die wesentlichen Informationen hervorgehoben.
Keine Änderungen am 4D-Drucksystem
Diese Änderung ist für Ihre bestehenden Anwendungen völlig transparent.
Es sind keine Änderungen am 4D-Drucksystem erforderlich. Lediglich die visuelle Darstellung der Widgets wird angepasst, um ein sauberes, lesbares Ergebnis auf Papier zu gewährleisten.
An den Stil angepasstes Verhalten
Dieses neue System wird nun automatisch für moderne Stile angewendet:
- Liquid Glass
- Fluent UI
Für klassische Stile (Classic Mac und Classic Windows) steht eine Kompatibilitätseinstellung zur Verfügung: „Legacy-Druckdarstellung verwenden“.
Damit können Sie entweder das aktuelle Verhalten beibehalten oder diese neue Darstellung aktivieren, um die Druckausgabe zu vereinheitlichen.
Fazit
Das Drucken sollte bei Ihrem Interface-Design keine Einschränkung mehr darstellen. Mit diesem neuen Rendering-Ansatz können Sie frei gestaltete, moderne Interfaces entwerfen, mit der Gewissheit, dass diese beim Drucken ein passendes Rendering verwenden.
Es ist eine pragmatische Lösung: Anstatt beim Design Kompromisse einzugehen, verwendet das System für jeden Kontext – Bildschirm oder Papier – die richtige Darstellung.
Letztendlich sparen Sie Zeit, vereinfachen Ihre Entwicklung und bieten ein besseres Erlebnis … sogar auf Papier.
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