Die Verwaltung eines 4D-Servers bedeutet oft, dass mehrere Verbindungstypen gleichzeitig überwacht werden müssen: Desktop-Clients, Web-Sitzungen, REST-Zugriffe und SOAP-Aufrufe. Bislang waren diese Informationen oft verstreut oder ließen sich nur schwer schnell vergleichen.
Mit dieser neuen Weiterentwicklung des Verwaltungsfensters wird die Registerkarte „Sitzungen“ wesentlich übersichtlicher, einheitlicher und vor allem im täglichen Einsatz praktischer. Das Ziel ist einfach: eine einheitliche Ansicht aller aktiven Sitzungen zu bieten und gleichzeitig kontextbezogene Details anzuzeigen, die an den ausgewählten Sitzungstyp angepasst sind.
Die Herausforderung
Auf einem echten Produktionsserver liegt das Problem weniger in einem Mangel an Informationen als vielmehr in der Art und Weise, wie diese Informationen verstreut sind. Wenn es zu einer Verlangsamung kommt oder ein ungewöhnliches Verhalten festgestellt wird, muss man oft schnell verstehen, was vor sich geht. Bei Client-Sitzungen, REST-Aufrufen sowie Web- oder SOAP-Verbindungen kann die Analyse jedoch schnell unübersichtlich werden.

Eine einheitliche Liste für alle Sitzungen
Die erste sichtbare Änderung ist die Vereinfachung der Sitzungsliste. Von nun an werden alle Verbindungen unabhängig vom Typ in einer einzigen Ansicht angezeigt. Desktop-Client-, REST-, Web- und SOAP-Sitzungen erscheinen alle in derselben Liste und bieten so einen sofortigen Gesamtüberblick über die Serveraktivität.
Diese Liste zeigt nur Informationen an, die wirklich allen Sitzungen gemeinsam sind. Sie finden dort den Sitzungstyp, den Benutzernamen, das Verbindungsdatum, die CPU-Zeit, die Aktivität und den Sitzungsstatus. Damit soll vermieden werden, dass die Benutzeroberfläche mit typspezifischen Feldern überladen wird, die einen Zeile-für-Zeile-Vergleich erschweren.
Ein wichtiges Element dieser neuen Ansicht ist die erste Spalte, die vollständig den Symbolen gewidmet ist. So können Sie den Sitzungstyp visuell erkennen, ohne auch nur den Text lesen zu müssen. Ein Apple-Symbol steht für einen macOS-Client, ein Windows-Symbol für einen Windows-Client und ein Globus-Symbol fasst Web-, REST- und SOAP-Verbindungen zusammen. Eine zusätzliche visuelle Unterscheidung zeigt zudem an, ob die Sitzung authentifiziert ist.
Mit diesem Ansatz können Sie die Verteilung der aktiven Verbindungen auf einen Blick erkennen, ohne sich in Details vertiefen zu müssen.
Informationen, die früher verstreut waren, jetzt an einem Ort
Die zweite wesentliche Änderung betrifft den Detailbereich am unteren Rand des Fensters. Hier zeigt sich der wahre Wert dieser Weiterentwicklung.
Wenn Sie eine Sitzung auswählen, passt sich der Bereich automatisch an deren Typ an. Bei einer Client-Sitzung finden Sie beispielsweise den Sitzungsnamen des Betriebssystems, die IP-Adresse, den Rechnernamen sowie Angaben zu den Nutzungsrechten für 4D Write Pro und 4D View Pro. Diese Elemente zeigen sofort, in welchem Kontext der Benutzer arbeitet und welche Funktionen er nutzen kann.
Bei REST-, Web- oder SOAP-Sitzungen ist der Inhalt zwar anders, aber ebenso diagnostikorientiert. Es werden insbesondere der Gaststatus, die Liste der mit der Sitzung verbundenen Berechtigungen, die IP-Adresse und der User-Agent angezeigt. Dies hilft dabei, die Art des Aufrufs und den verwendeten Client-Typ schnell zu identifizieren.
Eines der nützlichsten Elemente in diesem Bereich ist die Schaltfläche zur IP-Abfrage. Mit einem Klick können Sie die Geolokalisierung für die angezeigte Adresse starten. Das Ergebnis erscheint direkt unter der IP-Adresse in einem einfachen Format wie „Stadt – Region (Land)“. Sind keine Informationen verfügbar, insbesondere bei einer privaten Adresse, wird die Schaltfläche „IP-Abfrage“ nicht angezeigt. Dies vermeidet Mehrdeutigkeiten und sorgt für eine eindeutige Interpretation.
Konkretes Beispiel
Identifizierung und Verständnis der genutzten Lizenzen
Die Lizenzverwaltung ist eine der wichtigsten Aufgaben bei der Administration eines 4D-Servers im Produktivbetrieb. Es ist jedoch nicht immer einfach, schnell zu erkennen, welche Verbindungen tatsächlich Ressourcen beanspruchen und wie sich diese Nutzung im Laufe der Zeit verändert.
Mit dem neuen Admin-Fenster wird diese Analyse wesentlich übersichtlicher. Da nun alle Sitzungen in einer einzigen Ansicht zusammengefasst sind, können Sie die globale Serveraktivität in Echtzeit überwachen und leicht erkennen, welche Verbindungstypen aktiv sind: Desktop-Clients, Web-Sitzungen, REST-Aufrufe oder SOAP-Verbindungen.
Diese Zentralisierung ermöglicht vor allem einen viel klareren Überblick über die tatsächliche Serverauslastung. In nur wenigen Sekunden können Sie erkennen, ob die meisten Verbindungen von Standard-Client-Arbeitsplätzen stammen, ob bestimmte Webanwendungen mehrere Sitzungen für denselben Benutzer erzeugen oder ob REST-Aufrufe mehr Ressourcen verbrauchen als erwartet.
Eine solche Situation tritt beispielsweise auf, wenn eine Anwendung Sitzungs-Cookies nicht korrekt verwendet. Anstatt eine bestehende Sitzung wiederzuverwenden, kann jede Anfrage eine neue serverseitige Verbindung herstellen. Die Folge: Im Admin-Fenster erscheinen mehrere ähnliche Sitzungen mit derselben IP-Adresse, demselben User-Agent oder denselben Berechtigungen. Dieses Verhalten wird sofort sichtbar und erleichtert das Erkennen von Konfigurations- oder Implementierungsproblemen erheblich.
Über die grundlegende Diagnose hinaus hilft diese Transparenz auch dabei, den Bedarf effektiver zu antizipieren. Durch die Beobachtung von Spitzenzeiten und Verbindungsgewohnheiten lässt sich leichter einschätzen, ob die Anzahl der verfügbaren Lizenzen tatsächlich der täglichen Serverauslastung entspricht.
Diese einheitliche Übersicht hilft zudem dabei, Verhaltensweisen, die zuvor unbemerkt blieben, leichter zu erkennen. Dazu gehören beispielsweise automatisierte Sitzungen, die zu lange aktiv bleiben, sehr häufige REST-Verbindungen oder Benutzer, die gleichzeitig von mehreren Arbeitsplätzen aus verbunden sind.
Das Ziel besteht nicht nur darin, Verbindungen zu zählen, sondern vor allem zu verstehen, wie Serverressourcen tatsächlich genutzt werden, um die tägliche Administration zu optimieren.
Ungewöhnliche Aktivitäten erkennen
Nehmen wir einen ganz einfachen Fall: Der Server wird langsamer, und Sie bemerken ungewöhnliche Aktivitäten. Sie öffnen die Registerkarte „Sitzungen“ und sehen eine REST-Sitzung, die mehr Ressourcen verbraucht als die anderen.
Sie klicken darauf. Sofort zeigt das Detailfenster die IP-Adresse, den User-Agent und die zugehörigen Berechtigungen an. Durch eine IP-Abfrage erhalten Sie einen Standort, der Ihnen einen ersten Hinweis darauf gibt, woher die Anfrage stammt.
In nur wenigen Sekunden haben Sie bereits ein klares Bild von der Situation. Sie wissen, woher die Sitzung stammt, welcher Client-Typ verwendet wird und in welchem Kontext sie abläuft. Sie müssen nur noch den Eigentümer kontaktieren oder die entsprechende API überprüfen. Was sonst mehrere Tools oder verschiedene Protokollstufen erfordert hätte, lässt sich hier direkt über eine einzige Oberfläche lösen.
Fazit
Dieses neue Admin-Fenster für 4D Server ordnet nicht nur vorhandene Informationen neu. Es verändert die Art und Weise, wie Sitzungen analysiert werden, grundlegend, indem es die Übersicht zentralisiert, Vergleiche vereinfacht und sofort umsetzbare Kontextinformationen bereitstellt.
Durch die Zusammenfassung aller Sitzungen in einer einheitlichen Ansicht und die dynamische Anpassung der angezeigten Details hilft es Ihnen, schneller zu verstehen, was auf dem Server geschieht, und wesentlich reaktionsschneller zu reagieren.
Letztendlich verändert diese Weiterentwicklung nicht nur die Benutzeroberfläche, sondern vor allem die Art und Weise, wie ein Produktionssystem diagnostiziert und verwaltet wird.
Für diesen Beitrag sind derzeit keine Kommentare verfügbar.